Coburg I Gotha I 1826: Ein Herzog. Zwei Residenzen

Ausstellung

icon-pin
Landesbibliothek Coburg, Silbersaal, Schloßplatz 1, 96450 Coburg

Bibliotheken und Archive Bildung


Die Landesbibliothek Coburg präsentiert im Rahmen des Jubiläums „Coburg I Gotha I 1826“ unter dem Titel „Ein Herzog. Viele Bücher“ eine Ausstellung zu den Bücherwelten von Herzog Ernst l. (1784–1844) in Coburg und der näheren Umgebung. Die Ausstellung präsentiert fünf verschiedene Bibliotheken mit knapp 60.000 Bänden, die zum einen wichtige Stationen aus seinem Leben dokumentieren und ihn zum andern als privaten Leser, Familienvater, Büchersammler, Fürsten und Regenten sowie als Wissensförderer zeigen.

Der Herzog umgab sich im familiären Umfeld gerne mit Büchern, die in verschiedenen Bibliotheken ihren Platz fanden. Dazu gehörten die beiden Handbibliotheken in seinen Privatgemächern auf Schloss Ehrenburg und Schloss Rosenau, in denen seine persönlichen Interessen in Literatur, Architektur, Kunst und Politik unmittelbar sichtbar werden. Von größerer Dimension war die familiär und dynastisch ausgerichtete Herzogliche Privatbibliothek. Sie war die Schatzkammer des Herzoghauses Sachsen-Coburg und wuchs unter Ernst I. zu einer stattlichen Größe mit mehreren tausend Bänden heran. Hier fanden die Schul- und Studienbibliotheken seiner beiden Kinder, der Prinzen Ernst und Albert, ebenso Aufnahme wie die zahlreichen Geschenke von Verwandten, Würdenträgern, Musikern, Gelehrten, Schriftstellern und Privatpersonen. Mit ihren teils prachtvollen Einbänden und den zahlreichen Widmungseinträgen von Persönlichkeiten betont die Herzogliche Privatbibliothek noch heute den Wert des Buches und verdeutlicht zugleich die herrschaftliche Funktion des Herzogs.

Als Fürst und Regent war der Herzog indirekt auch für weitere Bücherwelten verantwortlich. Die Herzogliche Bibliothek war die mit Abstand größte Büchersammlung am Coburger Hof. Sie wuchs unter Ernst I. binnen weniger Jahre zu einem riesigen enzyklopädischen Wissensspeicher für Hof und Stadt heran. Um diese Bibliothek hat sich der Philosoph, Philologe und Bibliothekar Friedrich Carl Forberg (1770–1848) besonders verdient gemacht. In mühsamer Kleinarbeit hat er sie nicht nur vollständig geordnet und katalogisiert, sondern auch an ihrer inhaltlichen Ausgestaltung wesentlich mitgewirkt. Als Landesvater förderte Ernst I. auch die Bibliothek des Gymnasium Casimirianum. Zahlreiche Bücherschenkungen belegen die Fortführung der alten humanistischen Idee, dass die Schule eine besonders förderungswürdige Lehranstalt sei. Bücher, das verdeutlicht die Ausstellung, waren Wissensspeicher, Unterhaltungsmedien und ästhetische Erlebnisse in einem.

icon-info Details

Infos einfach aufs Smartphone

Scanne dafür den QR-Code mit Deinem Smartphone ab oder tippe diesen Link in den Browser: