Nach den beiden sehr erfolgreichen Ausstellungen zu dem Thema schließen wir nun mit dem 3. Teil unter den Gesichtspunkten Theater, Kino und Musik die Reihe ab.
Die 1920er Jahre waren eine Krisenzeit, geprägt von politischen und gesellschaftlichen Spannungen. Demgegenüber ist jedoch auch eine Entfaltung moderner und innovativer Kultur zu vermerken, die ihresgleichen sucht. Zwischen Aufbruch und Bewahrung, Moderne und Tradition ergaben sich bisher nie gekannte Freiheiten und Möglichkeiten. Neue Ausdrucksformen entstanden, traditionelle Formen wurden infrage gestellt oder entwickelten sich weiter. Das Kino wurde zu einem Massenmedium, Radio und der Plattenspieler brachten Musik und Unterhaltung in die Wohnzimmer. Ungewohntes sorgte für Begeisterung, doch häufig auch für Irritation.
Auch in Coburg waren diese Veränderungen spürbar. Theater, Kino und Musik boten Raum für gute Ideen, für Unterhaltung und gesellschaftlichen Austausch. Zugleich traf das Neue auf gewachsene Traditionen und auf Kräfte, die den kulturellen Wandel kritisch betrachteten.
Welche Spuren hinterließen diese Umbrüche? Und was geschah, als es den Nationalsozialisten gelang, das kulturelle und politische Leben der Stadt zunehmend zu beeinflussen und schließlich ganz zu vereinnahmen?
Die Initiative Stadtmuseum Coburg e. V. hat sich die Aufgabe gestellt, diesen Fragen vor regionalem Hintergrund mit dieser Ausstellungsreihe näher auf den Grund zu gehen.