Das Programm zeigt jüdische Komponisten, deren Leben und Werk zerstört wurden, ebenso wie jene, deren Musik von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert wurde und die ins Exil fliehen mussten. Es lädt zu einer historischen und stilistischen Reise ein und macht Stimmen hörbar, die durch den Holocaust und seine Nachwirkungen zum Schweigen gebracht wurden.
Die Musik feiert die Vielfalt und Resilienz des Jüdischen – von jiddischen Volksweisen bis zu irakisch-jüdischen Traditionen, entführt in eine spätromantische Klangwelt, bevor Faschismus, Verfolgung und Exil die musikalische Landschaft radikal veränderten.
Der portugiesische Bratschist Miguel Erlich ist als Solist, Kammer- und Orchestermusiker in Europa, Amerika und dem Nahen Osten gefragt. Er trat u. a. im Lincoln Center, Concertgebouw Amsterdam, Wigmore Hall, Royal Albert Hall, der Elbphilharmonie, Philharmonie de Paris und Berliner Philharmonie auf. Der deutsch-israelische Pianist Ido Ramot verbindet in seinen Konzerten Improvisation und eigene Kompositionen zu bewegenden Klangwelten jenseits stilistischer Grenzen. Als musikalischer Botschafter jüdischer und nahöstlicher Kultur bringt er deren Traditionen in einen zeitgemäßen, künstlerischen Kontext. Zu seinen Spielorten gehörten u.a. Berliner Philharmonie, Konzerthaus Berlin, Liederhalle Stuttgart, Tel Aviv Museum of Art und die Oper Dubai.
Eine Veranstaltung des Arbeitskreises Lebendige Erinnerungskultur in Kooperation mit den Musikfreunden Coburg, der Evangelischen Erwachsenenbildung Oberfranken West, des Deutschen Gewerkschaftsbundes Oberfranken und der Initiative Stadtmuseum Coburg.
Mitwirkende:
Miguel Erlich, Viola
Ido Ramot, Pianist, Komponist, Improvisator
Der Eintritt ist frei. Spenden erbeten.