Die Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 ist Anlass des Gedenkens an die Diskriminierung und Gewalt, denen jüdische Bürgerinnen und Bürger unter der Herrschaft der Nationalsozialisten ausgesetzt waren. Sie markiert einen Tiefpunkt der Entwicklung des Judenhasses – von der stillen Duldung über die Unterstützung bis hin zur aktiven Tat. Möglich war das durch die Verbreitung einer Ideologie von Ausgrenzung, Missachtung der Menschenwürde von Minderheiten und nicht einlösbarer Heilsversprechen.
Solchen heute wieder aufbrechenden Tendenzen gilt es mit Entschlossenheit entgegenzutreten, denn „wer die Vergangenheit nicht kennt ist verdammt sie zu wiederholen“ (George Santayana)
An das Gedenken schließt sich ein Gedenkweg durch die Innenstadt an, der in diesem Jahr das Thema „Die inszenierte Stadt – Propaganda, Macht und Alltag in Coburg 1933-1945“ behandelt und zeigt, wie Coburg sich in die nationalsozialistische Ideologie einbinden ließ.
Eine Veranstaltung des Arbeitskreises Lebendige Erinnerungskultur in Kooperation mit Comun e.V., mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Oberfranken West, des Deutschen Gewerkschaftsbundes Oberfranken und der Initiative Stadtmuseum Coburg.